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Integration von Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen

Anerkannte und vorläufig aufgenommene Flüchtlinge (Status B und F) und vorläu­fig auf­genommene Personen (Status F) – nachfolgend FL/VA genannt – verlassen die Schweiz in der Re­gel nicht mehr. Sie haben daher ein hohes per­sönliches Interesse an einer nachhaltigen Integration. Für den Kanton und die Gemeinden wiederum ist die erfolgreiche Integration dieser Personen von grossem gesellschafts­politischem und volkswirtschaftlichem Interesse.

 

Der Bund zahlt den Kantonen je FL/VA eine einmalige Integrationspauschale. Diese ist zweckgebunden und dient namentlich der Förderung der beruflichen Integration und des Erwerbs einer Landessprache (Art. 18 VIntA, Art. 87 AuG). Mit der Lancierung der Integrationsagenda Schweiz (IAS), welche von Bund und Kanto­nen im Frühjahr 2018 beschlossen worden ist, werden die finanziellen Mittel für eine raschere und nachhaltige Integration von FL/VA erhöht. Der Bund hat die Erhöhung der Integrationspauschale an fünf übergeordnete Wirkungsziele geknüpft. Die Gemeinden werden, vo­rausgesetzt der Bund bewilligt das St.Gallische Modell für die Umsetzung der IAS, ab 2019 mehr Gelder für integrationsfördernde Massnahmen für FL/VA zur Verfügung haben.

 

Das Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung (KIG) ist für die zweckgebundene Verwendung dieser Mittel gegenüber dem Bund rechenschaftspflichtig. Die Gemeinden können die vom Kanton definierten Massnahmen zur Förderung der Integration von FL/VA einleiten und diese dem Kanton (KIG) bis zum gemeindespezifischen Beitragsmaximum verrechnen. Die Details sind im Konzept für die Refinanzierung von Integrationsmassnahmen für FL/VA nachzulesen.

 

Für das Asylverfahren und dessen Vollzug ist das kantonale Sicherheits- und Justizdepartement SJD (Migrationsamt) zuständig.

 

Freiwillig Engagierte finden hier eine Übersicht verschiedener Unterstützungsmöglichkeiten.

 

Informationen zu den speziellen Regelungen der verschiedenen Status der drei Personengruppen finden Sie in der Willkommensbroschüre des SEM. Die Ausführungen betreffend Arbeit sind nicht mehr gültig, da die Bewilliungspflicht seit 1. Januar 2019 durch eine Meldepflicht abgelöst worden ist. Mehr dazu lesen Sie im nächsten Abschnitt.


Meldepflicht bei Aufnahme oder Beendigung einer Erwerbstätigkeit

Bei Personen aus dem Asylbereich unterscheidet das Bundesrecht zwischen Personen in einem laufenden Asylverfahren (Asylsuchende mit Status N) und Personen, die aufgrund eines bereits vorliegenden Entscheids zum Aufenthalt in unserem Land berechtigt sind (FL/VA mit Status B oder F). Die Förderung der beruflichen Integration der Personen, die in der Schweiz bleiben dürfen, ist ein erklärtes Ziel des Bundesrats.

 

FL/VA haben im Allgemeinen freien Zugang zum Ar­beitsmarkt und können in allen Wirtschaftszweigen ar­beiten (kein Inlän­dervorrang). Seit dem 1. Januar 2019 genügt dafür eine einfache Meldung. FL/VA können also nach der erfolgten Meldung sofort eine selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit antreten     


FL/VA können auch an Beschäftigungs- und Integrationsprogrammen teilnehmen, die ebenfalls zu ihrer beruflichen und sozialen Integration beitragen sollen. Für die Regelung von sogenannten Berufsintegrationseinsätzen stellt das Amt für Wirtschaft und Arbeit die entsprechenden Vorlagen zur Verfügung.

 

Im Merkblatt Meldepflicht sind die verschiedenen Anstellungsmöglichkeiten und -bedingungen für FL/VA übersichtlich zusammengestellt.


REPAS - Regionale Potentialabklärungs- und Arbeitsintegrationsstelle der St.Galler Gemeinden

Der Trägerverein Integrationsprojekte St.Gallen (TISG) der St.Galler Gemeinden ist seit 1. Januar 2017 Trägerschaft der fünf regionalen REPAS-Standorte. Die Mitarbeitenden der REPAS führen mit Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen eine Potentialabklärung durch und erstellen einen individuellen Integrationsplan. Die Anmeldung bei der zuständigen REPAS erfolgt durch die Wohnsitzgemeinde (Sozialamt).

 

Welcher REPAS-Stelle eine Gemeinden zugeordnet ist und die Daten für eine persönliche Kontaktaufnahme, sind in den unten aufgeschalteten Dokumenten nachlesbar. 


Asylrecht - rechtlicher Status

Asylsuchende erhalten je nach Ausgang des Asylverfahrens einen unterschiedlichen rechtlichen Status. Auf der Webseite der Schweizerischen Flüchtlingshilfe werden die unterschiedlichen Status und die damit verbundenen Rechte beschrieben.

 

Die unterschiedlichen Rechte werden entlang der folgenden Themen aufgezeigt:

  • Erwerbstätigkeit und Ausbildung
  • Integrationsmassnahmen
  • Sozialhilfe
  • Sondersteuer
  • Familienzusammenführung


Uni St.Gallen - Taskforce Migration

Im Bestreben, Stadt und Kanton bestmöglich zu unterstützen, hat das Rektorat im September 2015 die Taskforce Migration ins Leben gerufen. Zu ihren Aufgaben gehören:

  • Klärung des jeweiligen Hilfsbedarfs;
  • Abstimmung mit Behörden und Zivilgesellschaft;
  • Ansprechstelle für Fragen zur Flüchtlings- und Migrationsproblematik;
  • Sichtung, Sammlung und Koordination konkreter Massnahmen und Programme seitens der Universität St.Gallen.

Für die Kontaktaufnahme schreiben Sie eine Mail an:

migration(at)unisg.ch

Dr. Claudia Franziska Brühwiler

Dufourstrasse 44

Büro-Nummer 44-009

9000 St.Gallen


Zentrum für Psychotraumatologie - GRAVITA

Das Traumazentrum Gravita ist auf die Behandlung und Beratung von Asylsuchenden und Flüchtlingen ausgerichtet. Hier erhalten die Betroffenen Unterstützung, die traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Ausserdem können sich Aerzte und soziale Institutionen im Bereich transkulturelle Unterschiede beraten lassen. Zudem bietet die Gravita SRK Gesundheitsberatungen für Migrantinnen und Migranten.

 

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite der Gravita 


Checkliste Bewerbungen von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen

Was ist für eine erfolgreiche Bewerbung von Flüchtingen und vorläufig Aufgenommenen zu beachten? Arbeitsintegration Schweiz veröffentlicht einen Leitfaden für die Praxis, der über die zentralen Punkte für eine optimale Bewerbung informiert.


Asyllexikon

Das «Asyllexikon – das Asylverfahren von A bis Z» wurde von den HEKS Rechtsberatungsstellen für Asylsuchende St.Gallen/Appenzell/Thurgau verfasst. Es erklärt praxisnah die wichtigsten Begriffe aus dem Asylwesen. Ein ideales Nachschlagewerk für Gemeinden, Beratungsstellen und interessierte Menschen.

 

Link zum Bestellformular

Kontakt

  Daniela Eigenmann
Adresse: Spisergasse 41
9001 St.Gallen
Telefon: 058 229 33 02

Servicespalte

Refinanzierung von Integrationsmassnahmen

PDF-Datei Konzept Refinanzierung IP für FL/VA 2018 (283 kB, PDF)

Informationen zur Meldepflicht bei Aufnahme einer Erwerbstätigkeit

PDF-Datei Merkklatt Meldepflicht FL/VA im Kanton St.Gallen (216 kB, PDF)

Zuständigkeiten in den Bereichen Asyl und Integration

PDF-Datei Bericht der Regierung vom 16. Oktober 2012 (309 kB, PDF)