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Integrationspreis 2012

Der goldene Enzian - St.Galler Integrationspreis 2012

Mit der Verleihung des goldenen Enzians würdigt und prämiert der Kanton Projekte, die einen herausragenden Beitrag zur Förderung von Integration, Partizipation und gutem Zusammenleben im Kanton St.Gallen leisten. Im Jahr 2012 konnten sich Gemeinden um den Integrationspreis bewerben.

 

"Mitenand statt nebetenand" auf dem Siegerpodest

Siegergruppe aus dem St.Galler Rheintal

Im Siegerprojekt "Mitenand statt nebetenand" verfolgen Rheintaler Gemeinden von Rüthi bis St.Margrethen eine gemeinsame Integrationsstrategie und leisten Finanzierungsbeiträge für konkrete Vorhaben. Mit dieser regionalen Verankerung übernimmt das Rheintal in der Schweiz eine Pionierrolle. Konkret sind Frühförderung, Spracherwerb, Arbeitsmarktintegration, aktive Kommunikation und Vernetzung zentrale Anliegen bei "Mitenand statt nebetenand". Das Projekt setzt auf eine starke regionale Zusammenarbeit, arbeitet mit Schlüsselpersonen als Mittler zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen zusammen, baut geeignete Informationsgefässe auf und pflegt den aktiven Austausch mit allen relevanten Anspruchsgruppen, von der Familie, über die Schule, den Lehrbetrieb, den Arbeitgeber, die Vereine bis hin zu den Gemeinden und Fachstellen.

 

Bäume aus aller Welt als Ausdruck der Verbundenheit

Gruppenbild von den Zweitplazierten

Mit dem zweiten Preis wurde die "Allee der Nationen" in Buchs ausgezeichnet. Hier ging die Initiative von der Stiftung MINTEGRA und den Migrantenvereinen aus, die sich bei der Gemeinde Buchs mit Bäumen für die freundliche Aufnahme und das friedliche Zusammenleben bedanken wollten. Die Gemeinde Buchs fand Gefallen an der Idee "Allee der Nationen" und stellte Land zur Verfügung. 20 Bäume aus 20 verschiedenen Nationen wurden gepflanzt, die auch "in der Schweiz Wurzeln schlagen", wie sich einer der Initianten äusserte. Entstanden ist schliesslich nicht einfach eine Allee, sondern auch ein Geh- und Fahrradweg. Die Allee der Nationen wurde im Frühjahr 2011 feierlich eingeweiht.

Empowerment der Migrantinnen

Regierungsrat Martin Klöti übergibt den 3. Preis an die Frauen des Sprachencafés in Rorschach

Den dritten Preis gewann das Frauen-Sprachencafé in Rorschach. Das Sprachencafé ist ein Teilprojekt des "projet urbain" und funktioniert als offener Treffpunkt mit gratis Kinderhütedienst für migrierte Frauen, die ihre Deutschkenntnisse verbessern wollen. Das Sprachencafé ist aus der Erkenntnis heraus entstanden, dass vor allem Mütter kleiner Kinder wenig Gelegenheit haben, im Alltag Deutsch zu sprechen. Seit Beginn organisieren Migrantinnen und Schweizerinnen hier eine bunte Palette von Veranstaltungen. Gemeinsam wird diskutiert, gebastelt und gekocht, selbstverständlich auf Deutsch.

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