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Integration am Arbeitsplatz

zwei Arbeiter in einem Weiterbildungskurs

Integration findet überall statt. In der Schule, im Quartier, im Verein. Und ganz besonders am Arbeitsplatz: Hier erfahren Zugewanderte in den ersten Tagen und Wochen, wie Land und Leute ticken, welche Werte und Regeln gelten, was von ihnen erwartet wird. Hier fassen sie Fuss, um für sich und ihre Familien sorgen zu können. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können viel zur erfolgreichen Integration ihrer ausländischen Mitarbeitenden beitragen. Davon profitiert die gesamte Gesellschaft – und ganz direkt auch der Betrieb: Wer sich im Alltag zurecht findet und sich in der lokalen Sprache verständigen kann, fühlt sich wohl und arbeitet motiviert.

 

Im Kanton St.Gallen wird bereits jetzt schon rund jede vierte Arbeitsstunde von einer Person ohne Schweizer Pass verrichtet. Aus dem Ausland Zugezogene tragen täglich massgeblich zum Florieren unserer Wirtschaft bei. Dennoch stellen die Themen Integration in den Arbeitsmarkt und Integration im Arbeitsmarkt eine gesellschaftliche Herausforderung dar. Überdurchschnittlich vielen Personen mit Migrationshintergrund gelingt der Eintritt in den ersten Arbeitsmarkt trotz ihren Bemühungen nicht. Gründe hierfür sind beispielsweise eingeschränkte Deutschkenntnisse, nicht anerkannte Ausbildungsdiplome oder das Fehlen von Arbeitserfahrung in der Schweiz. Zudem arbeiten wiederum überdurchschnittlich viele unter ihren Fähigkeiten. Aus sozialpolitischer und wirtschaftlicher Perspektive ist dieser Brainwaste (nicht Ausschöpfen der Potentiale) unerwünscht. Die erfolgreiche Arbeitsmarktintegration liegt somit im Interesse aller.


Bessere Integration durch Abschaffung administrativer Auflagen

Für vorläufig Aufgenommene wird es zukünftig einfacher werden, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, weil die Sonderabgabe auf Erwerbseinkommen abgeschafft wird. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 15. November 2017 das erste Paket mit entsprechenden Anpassungen der Verordnungen des Ausländergesetzes (AuG) genehmigt und die Teilinkraftsetzung per 1. Januar 2018 beschlossen. Lesen Sie hier die ganze Medienmitteilung.


Kluge Köpfe für Ihr Unternehmen

Gut ausgebildete Migrantinnen und Migranten aus Ländern ausserhalb der EU sind auf dem Schweizer Arbeitsmarkt mit vielen Hindernissen konfrontiert. Häufig sind sie deshalb erwerbslos oder gehen einer Arbeit nach, die nichts mit ihrem erlernten Beruf zu tun hat. So arbeitet etwa eine Anwältin aus Mexiko als Raumpflegerin, ein Umwelttechniker aus Madagaskar als Hilfsarbeiter auf dem Bau oder eine Informatikerin aus Syrien als Küchenhilfe in einem Spital.

 

Auf der Plattform «Sie sind die Antwort» informiert HEKS mit über 90 Porträts von qualifizierten Migrantinnen und Migranten die Schweizer Öffentlichkeit über dieses brachliegende Potenzial. Unternehmen können geeignete Kandidatinnen und Kandidaten unverbindlich für ein Erstgespräch, einen Schnuppereinsatz oder gar eine Festanstellung kontaktieren. 


Anerkennung von ausländischen Diplomen

Wenn Sie im Herkunftsland Ihre Berufs- oder Schulbildung mit einem Diplom oder einer anderweitigen Qualifikation abgeschlossen haben, werden Sie sich fragen, ob dieser Abschluss in der Schweiz anerkannt ist. Am besten nehmen Sie bei der kantonalen Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung während den BIZ-Öffnungszeiten (BIZ = Berufsinformationszentrum) ein kostenloses Informationsgespräch in Anspruch. Sie erfahren dabei, wie Sie betreffend Anerkennung Ihres Bildungsabschlusses weiter vorgehen müssen.

 

Dokumente in den vier Landessprachen sowie in Englisch müssen in der Regel nicht übersetzt werden. Bei allen anderen Sprachen ist meist eine Übersetzung erforderlich.

 

Eine formale Anerkennung ist vor allem bei Berufen notwendig, bei denen bestimmte gesetzliche Bestimmungen für die Berufsausübung vorgegeben sind. Das Anerkennungsverfahren nimmt längere Zeit in Anspruch (mehrere Wochen bis zu über einem Jahr) und ist kostenpflichtig.

 

Bitte beachten Sie, dass die Berufs- und Laufbahnberatungen Sie kompetent informieren, aber weder Diplome bzw. Bildungsabschlüsse anerkennen noch Arbeitsstellen vermitteln können. Zusätzliche Informationen finden Sie auf der offiziellen Seite des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). Auf der Seite der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung sind unter Laufbahnthemen weitere Merkblätter und Informationen aufgeschaltet. Ab wann, resp. ob eine Beratung kostenpflichtig wird ist im Merkblatt der BLB aufgeführt.

Die Anerkennung von ausländischen Diplomen
PDF-Datei Präsentation SBFI am Fachaustausch hochqualifizierte FL/VA (452 kB, PDF)   14.09.2016

Fachkräftemangel – Nutzung inländisches Arbeitskräftepotential

Wie kann das inländische Arbeitskräftepotenzial in der Arbeitswelt besser genutzt werden?

 

Das berufliche Potential von hochqualifizierten Migrantinnen und Migranten aus Drittstaaten, von älteren Erwerbstätigen, von sozial benachteiligten Jugendlichen und von niedrigqualifizierten Personen wird oft nicht erkannt.

Eine jüngst vom HEKS und dem Schweizerischen Arbeitgeberverband publizierte Studie zeigt, welche Hilfestellungen für Schweizer Unternehmen mit Fachkräftemangel nötig sind, damit das Potential dieser Personengruppen effektiv genutzt werden kann.

 

Die Studie Hindernisse und Hilfestellungen bei der Nutzung von inländischen Fachkräftepotential ist Teil der nationalen Kampagne Chancengleichheit zahlt sich aus.

 


Info-Broschüre für Kunden der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) in 10 Sprachen

Arbeitslos – was tun? Ein Verlust der Arbeitsstelle kann alle treffen. Die damit verbundene Arbeitslosigkeit ist häufig schmerzhaft und wirft viele Fragen auf. In der Broschüre "Was Sie als RAV-Kundin und RAV-Kunde wissen müssen" finden sie wichtige Informationen zu ihren Rechten und Pflichten als stellensuchende Person. Die Broschüre ist hier in zehn Sprachen übersetzt erhältlich.


Sprachförderung am Arbeitsplatz - Tipps für KMU

Der Arbeitsplatz ist für ausländische Mitarbeitende ein idealer Ort, um ihre Deutschkenntnisse anzuwenden, zu festigen und zu erweitern. Mit sieben kurzen Tipps zeigen die Partner im TAK-Integrationsdialog „Arbeiten – Chancen geben, Chancen nutzen“ wie KMU ihre ausländischen Mitarbeitenden unterstützen können, Deutsch zu reden und verstehen.