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Schutz vor Diskriminierung

Diskriminierungsschutz ist ein Querschnittsthema, für das die Regelstrukturen, z.B. die Schulen oder die Verwaltung, die Institutionen der Zivilgesellschaft und die Bevölkerung gemeinsam die Verantwortung tragen. Der Kanton wirkt als Koordinationsstelle. Im Rahmen des Kantonalen Integrationsprogramms KIP 2014 – 2017 sind im Bereich Rassistische Diskriminierung verschiedene Massnahmen zur Verstärkung des Diskriminierungsschutzes vorgesehen.

 

Neben der bestehenden HEKS-Beratungsstelle gegen Rassismus und Diskriminierung

braucht es weitere Massnahmen, um ein gesellschaftliches Klima von gegenseitigem Respekt zu fördern. Diese sind im Kantonalen Integrationsprogramm vorgesehen: der Kanton schafft mit der Aktionswoche gegen Rassismus eine Sensibilisierungsplattform, Institutionen werden in ihrer interkulturellen Öffnung begleitet und Weiterbildungen vermittelt. Für Projekte im Bereich der Rassismus-Prävention kann beim Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung finanzielle Unterstützung aus dem kantonalen Integrationsförderkredit beantragt werden.


Kostenloses Beratungsangebot gegen Rassismus und Diskriminierung

Bild Beratungsstelle gegen Rassismus und Diskriminierung

Im Auftrag der Kantone St.Gallen und Appenzell Ausserrhoden führt die HEKS-Regionalstelle ab März 2016 eine Beratungsstelle gegen Rassismus und Diskriminierung. Einzelpersonen und Organisationen erhalten kostenlose Beratung bei Fragen zur rassistischen Diskriminierung. Nutzen Sie das Angebot und helfen Sie mit in der Bekanntmachung. Flyerkarten können bei Heks bestellt werden (beratungsstelle-diskriminierung@heks.ch).


Rassistische Vorfälle im Kanton St.Gallen

Das Medienmonitoring der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus zeigt, dass im Jahr 2016 öffentliche Rassismusvorfälle zugenommen haben.

Der Kanton St.Gallen setzt in Zusammenarbeit mit sechs Regionalen Fachstellen Integration im Rahmen des Kanto­nalen Integrationsprogramms Massnahmen im Bereich des Antirassismus um. Institutionen werden in ihrer interkulturellen Öffnung beglei­tet und Weiterbildungen vermittelt.

Für Projekte im Bereich der Rassismus-Prävention kann zudem finanzielle Unterstützung aus dem kantonalen Integrationsförderkredit beim Kompe­tenzzentrum Integration und Gleichstellung im Amt für Soziales des Kantons St.Gallen beantragt werden.  

 

Bericht im Tagblatt, Vorfälle im Kanton St.Gallen 


Rassismusvorfälle aus der Beratungspraxis

Bericht 2016

Die meisten gemeldeten Diskriminierungsfälle finden in der Arbeitswelt statt. Dies zeigt der Bericht des Beratungsnetzes für Rassismusopfer «Rassismusvorfälle aus der Beratungspraxis» für das Jahr 2016. Die am häufigsten vorkommenden Formen von Diskriminierung waren Beschimpfungen, Benachteiligungen und herabwürdigende Behandlungen. Das häufigste Tatmotiv war die Ausländerfeindlichkeit, gefolgt vom Rassismus gegen Schwarze.

 

Alle Berichte 


Das Tragen eines Kopftuches ist kein Kündigungsgrund

Ein Unternehmen kündigte einer Arbeitnehmerin, weil sie mit dem Kopftuch zur Arbeit erschien. Das Regionalgericht Bern-Mittelland erklärte in seinem Urteil vom 8. September 2016 diese Kündigung für missbräuchlich.

Rechtsurteile zur Kopftuchfrage sind selten. Deshalb könnte dieses Urteil Präzedenzcharakter haben.

 

Hintergrundinformationen finden Sie hier


Fachtagung zum Polizeirecht: Diskriminierende Personenkontrollen

Die Polizei muss bei der Erfüllung ihrer Aufgaben das Diskriminierungsverbot beachten. So dürfen Polizisten Personenkontrollen nicht alleine aufgrund von Hautfarbe oder Religion durchführen, sondern einzig gestützt auf hinreichende und konkrete sachliche Gründe. In den USA wird schon länger über racial bzw. ethnic profiling diskutiert und auch in Europa setzen sich Polizeibehörden vermehrt mit diskriminierenden Personenkontrollen auseinander.

Am 1. Dezember 2016 führte das Schweizerische Kompetenzzentrum für Menschenrechte (SKMR) eine Fachtagung zum Thema durch.


Rassistisches Profiling: Gerichtsverhandlung mit Präzedenzcharakter

Zum ersten Mal muss sich ein Schweizer Gericht mit der Frage auseinandersetzen, ob eine polizeiliche Personenkontrolle das verfassungsrechtliche Diskriminierungsverbot verletzte.

 

Hintergrundinformationen zum Fall «Wa Baile» finden Sie bei www.humanrights.ch

 

Allgemeine Informationen zum Thema finden Sie unter www.stop-racial-profiling.ch


Rassistische Diskriminierung und Diskriminierungsschutz konkret

Leitfaden für die Praxis der Sozialen Arbeit

 

Sozialarbeitende können massgeblich dazu beitragen, dass Betroffene dieses Angebot auch nutzen. Um sie dabei zu unterstützen, haben AvenirSocial - Soziale Arbeit Schweiz und die Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB einen Leitfaden erarbeitet. Er enthält Informationen, Links und Adressen.

 

Weitere Informationen auf der Webseite der Fachstelle für Rassismusbekämpfung des Bundes.


Zweiter Bericht zur rassistischen Diskriminierung in der Schweiz

Die Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB veröffentlicht ihren zweiten Bericht zu rassistischer Diskriminierung in der Schweiz. Neben einem Überblick über die Problemlagen, stellt der Bericht Lösungsansätze in verschiedenen Lebensbereichen vor und zeigt die Aktivitäten der Kantone im Rahmen der Kantonalen Integrationsprogramme KIP seit Januar 2014 auf.

 

www.edi.admin.ch


Die Stadt St.Gallen ist Mitglied der Städtekoalition gegen Rassismus

In der Bekämpfung und Prävention rassistischer Diskriminierung hat die öffentliche Verwaltung eine wichtige Vorbildfunktion. Die Stadt St.Gallen geht voran. Sie ist seit April 2013 Mitglied der Städtekoalition gegen Rassismus und hat sich mit einer ersten öffentlichen Auftaktveranstaltung der Vision einer "Stadt ohne Ausgrenzung" angenähert.


Diskriminierungsfreie Kommunikation – ein Leitfaden

Diskriminierung von Personen, mit oder ohne Migrationshintergrund, geschieht oft unbewusst oder unabsichtlich. Der neu erschienene Leitfaden gibt wichtige Hinweise für die Gestaltung einer diskriminierungsfreien Kommunikation. Er wurde von den Kantonen Zug und Luzern sowie den Städten Bern und Winterthur gemeinsam herausgegeben.


Strassenbefragung zu Rassismus in St.Gallen

In den Monaten März 2012 und März 2013 führte die Anlaufstelle gegen Rassismus CaBi Strassenbefragungen zum Thema Rassismus in St.Gallen durch. Die Resultate zeigen, dass die befragten Personen rassistische Diskriminierung in verschiedenen Bereichen beobachten oder erleben. Lesen Sie mehr dazu im Bericht.


Rassismusbericht der Stadt Zürich

Auch die Stadt Zürich stellt sich seit längerem dieser Thematik und legt ihren neuen Rassismusbericht vor.

Hier finden Sie weitere Informationen


Die Bekämpfung der Diskriminierung am Arbeitsplatz lohnt sich

Im Rahmen des Dialogs Integration und Arbeitswelt der Tripartiten Agglomerationskonferenz TAK hat die Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB das Merkblatt „Die Bekämpfung der Diskriminierung am Arbeitsplatz lohnt sich“ erarbeitet. Darin werden die wichtigsten Bereiche und Formen der Diskriminierung in der Arbeitswelt kurz erläutert und mit Handlungsempfehlungen ergänzt.

Kontakt

  Marlen Rutz Cerna
Adresse: Spisergasse 41
9001 St.Gallen
Telefon: 058 229 26 59

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