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Schutz vor Diskriminierung

Wortpuzzle Diskriminierungsschutz

Im Rahmen des Kantonalen Integrationsprogramms KIP 2018 – 2021 sind im Bereich Rassistische Diskriminierung verschiedene Massnahmen zur Verstärkung des Diskriminierungsschutzes vorgesehen.

 

Neben der bestehenden HEKS-Beratungsstelle gegen Rassismus und Diskriminierung

braucht es weitere Massnahmen, um ein gesellschaftliches Klima von gegenseitigem Respekt zu fördern. Diese sind im Kantonalen Integrationsprogramm vorgesehen: der Kanton schafft mit der Aktionswoche gegen Rassismus eine Sensibilisierungsplattform, Institutionen werden in ihrer interkulturellen Öffnung begleitet und Weiterbildungen vermittelt. Für Projekte im Bereich der Rassismus-Prävention kann beim Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung finanzielle Unterstützung aus dem kantonalen Integrationsförderkredit beantragt werden.


Hörbares Zeichen gegen Alltagsrassismus

Die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) interpretiert mit dem „Ausländler“ den „Schacher Seppeli“ neu und liefert damit ein musikalisches Statement gegen Rassismus.


Rassismusvorfälle aus der Beratungspraxis der HEKS-Beratungsstelle gegen Rassismus

Im Jahr 2017 war die HEKS-Beratungsstelle gegen Rassismus nach Eröffnung im April 2016 im zweiten Jahr operativ. Im Jahr 2017 gingen 21 Anfragen betreffend rassistischer Diskriminierung ein. Es wurden 79 Beratungen geführt. 42% der Ratsuchenden waren Männer, 58% Frauen. Darunter befanden sich zwei dunkelhäutige Kinder, welche von rassistischer Diskriminierung betroffen waren. Der bedeutendste betroffene Lebensbereich war die öffentliche Verwaltung, hauptsächlich ging es um Konflikte und Diskriminierung von Personen seitens Betreuenden oder Verantwortlichen auf Gemeindeebene. Auch der Bereich Schule war mit über einem Viertel der Fälle stark vertreten.

Die erfassten Fälle der HEKS Beratungsstelle sind in den Bericht des Beratungsnetzes für Rassismusopfer für das Jahr 2017 eingeflossen.


EKR Auswertungsbericht 2017: Rassismusvorfälle aus der Beratungspraxis

Ein bedeutender Teil der gemeldeten Fälle rassistischer Diskriminierung finden am Arbeitsplatz und im Bildungsbereich statt. Dies zeigt der Bericht des Beratungsnetzes für Rassismusopfer für das Jahr 2017. Die am häufigsten vorkommenden Formen von Diskriminierung waren Benachteiligungen, Beschimpfungen und herabwürdigende Behandlungen. Das häufigste Tatmotiv war die Ausländerfeindlichkeit, gefolgt vom Rassismus gegen Schwarze. Die Beratungsfälle zu Muslimfeindlichkeit und Feindlichkeit gegen Menschen aus dem arabischen Raum nahmen wie im Vorjahr leicht zu.

EKR - Auswertungsbericht 2017: Rassismusvorfälle aus der Beratungspraxis


Rassismus in der Schweiz 2017

Der Rassismusbericht der GRA Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus und der GMS Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz thematisiert rassistische Vorfälle des Jahres 2017. Der Schwerpunktbeitrag von Patrik Ettinger behandelt das Phänomen der Hassrede in Social Media und setzt sich mit der Schwierigkeit beim Erfassen von «Hate Speech» auseinander. Bericht und Schwerpunktbeitrag sind auf www.rassismus.ch einsehbar.


Rassismus gegenüber schwarzen Menschen

Die Studie «Anti-Schwarze-Rassismus. Juristische Untersuchung zu Phänomen, Herausforderungen und Handlungsbedarf» legt dar, wie sich Rassismus gegenüber Schwarzen in der Schweiz äussert. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Untersuchung werden eine Reihe von Empfehlungen formuliert.

 

Kurzfassung der Studie

 

Medienmitteilung 


Rassistische Vorfälle im Kanton St.Gallen

Das Medienmonitoring der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus zeigt, dass im Jahr 2016 öffentliche Rassismusvorfälle zugenommen haben.

Der Kanton St.Gallen setzt in Zusammenarbeit mit sechs Regionalen Fachstellen Integration im Rahmen des Kanto­nalen Integrationsprogramms Massnahmen im Bereich des Antirassismus um. Institutionen werden in ihrer interkulturellen Öffnung beglei­tet und Weiterbildungen vermittelt.

Für Projekte im Bereich der Rassismus-Prävention kann zudem finanzielle Unterstützung aus dem kantonalen Integrationsförderkredit beim Kompe­tenzzentrum Integration und Gleichstellung im Amt für Soziales des Kantons St.Gallen beantragt werden.  

 

Bericht im Tagblatt, Vorfälle im Kanton St.Gallen 

Fachtagungen KIG

Rückblick Fachtagung zum Thema Alltagsdiskriminierung

Subtile Diskriminierungsformen sind alltäglich. «Für eine Frau ist das ganz passabel», «Du sprichst ja gut Deutsch» oder «Reg dich nicht so auf, es war doch nur Spass» sind Aussagen, die dem alltäglichen Denken und Handeln entspringen. Abwertende oder vermeintlich nett gemeinte Umgangsformen zeigen sich auch im nonverbalen Umgang. Sie führen bei den Betroffenen oftmals zu einem Gefühl von Minderwertigkeit oder Nicht-Zugehörigkeit.

 

An der diesjährigen Fachtagung waren Alltagssexismus und neue Medien, rassistische Witze und Arbeitsmarktdiskriminierung Themen über die Franziska Schutzbach und Rohit Jain referierten. Beide gaben reichhaltige Einblicke in die Folgen von alltäglicher Diskriminierung und zeigten auf, inwiefern diese mit der strukturellen Ebene zusammen hängt. Über 170 Personen aus unterschiedlichen Bereichen wohnten der Fachtagung bei.

Fachtagung Grundrechte in der Integrations- und Gleichstellungsarbeit

Die Fachtagung vom 10. November 2015 des Kompetenzzentrums Integration und Gleichstellung zum Thema „Grundrechte in der Integrations- und Gleichstellungsarbeit“ stiess auf breites Interesse.

 

Ziel der Tagung war es, Fachwissen zur Grundrechtsthematik zu vermitteln und zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema anzuregen. Der Grundrechtsexperte Prof. Dr. Walter Kälin der Universität Bern führte in die Thematik ein und stellte sich den vielen Fragen aus dem Publikum.

 

Grundrechte sind von der Verfassung oder vom Völkerrecht garantierte Rechtsansprüche Privater gegenüber dem Staat. Sie dienen dem Schutz grundlegender Aspekte der menschlichen Person und ihrer Würde. Grundrechte prägen somit die alltägliche Integrations- und Gleichstellungsarbeit massgeblich. In Fokusgruppen wurde das Spannungsfeld von Gleichheit und Differenz diskutiert, z.B. wo können Spezialregelungen für bestimmte Personengruppen die Gleichstellung oder Integration fördern. Die Herausforderung im Alltag besteht darin, eine Grundrechtspraxis zu finden, die Autonomie dann zulässt, wenn dadurch die Integrations- und Gleichstellungschancen erhöht werden und dort begrenzt, wo sich Toleranz gegenüber selbstbestimmtem Verhalten negativ auswirken würde. Der Karikaturist und Illustrator „Crazy David“ fasste die Tagungsthemen in seinen Zeichnungen humoristisch zusammen.

Kontakt

  Marlen Rutz Cerna
Adresse: Spisergasse 41
9001 St.Gallen
Telefon: 058 229 26 59